GPS – Global Positioning System: NaviGoGo erklärt Fachbegriffe aus der Welt der Navigation ganz einfach. Das Global Positioning System, kurz GPS, ist die Weiterentwicklung des Vorgängers NNSS der amerikanischen Marineeinheiten und funktioniert etwa seit Mitte der 1990er Jahr in vollem Umfang. Davor lag eine etwa 30jährige Entwicklungszeit. Seit dem Abschalten einer militärisch bedingten künstlichen Signalstörung konnte GPS seit dem Jahr 2000 auch für zivile Zwecke genutzt werden. Bis dahin war es ausschließlich militärischen und geheimdienstlichen Nutzungen vorbehalten.

Navigon

Heute zählt GPS als das am weitesten verbreitete Ortungsverfahren und wird beispielsweise in Navigationssystemen aber auch in anderen Anwendungen genutzt. Bis zur vollständigen Aufschaltung des neuen europäischen Galileo-Systems wird GPS auch weiterhin weltweit das am besten funktionierende satellitengestützte Ortungssystem bleiben. Die erste Idee zur satellitengestützten Ortung datiert schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Bereits 1939 wurde von dem deutschen Ingenieur Karl Hans Janke ein Patent angemeldet, mit dessen Umsetzung es möglich sein sollte, die Position eines Gegenstandes aufgrund empfangener elektromagnetischer Signale zu bestimmen. Der Erfinder wurde später in der DDR wegen seiner eigenartigen Erfindungen in die Psychiatrie gesperrt, wo er auch verstarb.

Mobile Navigation, Orientierung und Vermessung

Während GPS zunächst nur für den militärischen Bereich entwickelt wurde, ist dieses System heute zunehmend im zivilen Bereich in Anwendung. Besonders für die mobile Navigation im Auto, in der See- und Luftfahrt, bei der Orientierung bei Outdoor-Aktivitäten sowie bei der Vermessung spielt GPS eine wichtige, wenn nicht die tragende Rolle. Das Funktionsprinzip von GPS basiert auf einer Anzahl von genau positionierten Satelliten, die unablässig ihre eigene Position per Radiosignal versenden. Aus diesen Signalen können spezielle GPS-Empfänger ihre eigene Position und gegebenenfalls auch ihre Fortbewegungsrichtung- und geschwindigkeit berechnen. Ausreichend für eine solche Berechnung wären drei Satelliten, jedoch nur der Empfang von mindestens vier Satelliten gewährleistet korrekte Angaben.

Das GPS-System setzt 24 Satelliten ein. Damit kann gesichert werden, dass weltweit jeder GPS-Empfänger zu mindestens vier Satelliten eine Verbindung aufbauen kann. Entgegen der weitverbreiteten Befürchtung kann der Träger eines GPS-Empfängers nicht geortet werden, da ein Empfänger nur passiv arbeitet und keine eigenen Signale aussendet. Nur in Verbindung mit einem aktiven Sender ist die Positionsbestimmung für die Weitergabe an Dritte möglich. Der Hauptanwendungsbereich der GPS-Technik liegt heute vor allem im Transportbereich. Das Flottenmanagement von Verkehrsbetrieben ist hier genau so möglich, wie die Navigation einzelner Fahrzeuge.

GPS: Jede Strecke nachvollziehbar

Bekannt ist daher GPS bei den meisten Nutzern aus dem Bereich der Navis und navigationsfähiger Handys. Während bei fast allen Navigationssystemen der GPS-Empfang relativ gleich ist, unterscheidet sich dieses Geräte vor allem durch die unterschiedlichen Programme zur Routenberechnung und –führung. Im Alltag eignet sich GPS auch sehr gut für die elektronische Führung von Fahrtenbüchern da mit der Technologie jederzeit nachvollziehbar ist, wann sich ein Fahrzeug auf welcher Strecke bewegt hat. Darüber hinaus sind Positionsdatenbestimmung von Personen und Fahrzeugen bei der Verfolgung von Straftaten auch für die Polizei von Interesse. Weitere Anwendungsbereiche finden sich in der zivilen Luftfahrt, bei Rettungsdiensten sowie in der privaten und kommerziellen Seefahrt. Größtes Manko der GPS-Technik ist die Tatsache, dass der Satellitenempfang in geschlossenen Gebäuden, in Tunneln sowie bei widrigen Witterungsumständen gar nicht oder nur unzureichend funktioniert.
Ansonsten ist mit den üblichen GPS-Signalen eine Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von etwa 10 Metern problemlos möglich.

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