Ein Geschäftsmann schaut auf sein NaviNavigationsgeräte für Autos gehören an sich schon längst zur Normalität. Ähnlich verhält es sich mit endsprechenden Apps für das Smartphone, die Ihnen die Wegfindung auch dann erleichtern, wenn Sie zu Fuß unterwegs sind. Das Problem ist nur, dass besagte Apps innerhalb großer Gebäude nur bedingt funktionieren, was sich in absehbarer Zeit jedoch ändern soll.

Sind Navi-Apps für Gebäude wirklich sinnvoll?

Auf Anhieb könnte man meinen, dass Navi-Apps für Gebäude nicht mehr als ein nettes Gimmick sind, das unterm Strich niemand wirklich braucht. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber schnell, dass die sogenannte Indoor-Navigation von echtem Nutzen sein kann. So zum Beispiel an großen Flughäfen, wo tagein, tagaus Tausende Reisende ohne jegliche Ortskenntnis unter größtem Stress schnellstmöglich zu ihrem Flugzeug gelangen müssen. Wobei anzumerken ist, dass sich der Nutzen von Navi-Apps nicht alleine auf die Wegfindung beschränken muss. So befinden sich derzeit unter anderem spezielle Apps für Museen im Test, die nicht bloß zu den gesuchten Exponaten führen, sondern zudem auch gleich interessante Zusatzinformationen zu diesen liefern. Außerdem dürfte es alsbald Navi-Apps geben, die anhand des Einkaufszettels die kürzeste Route durch den Supermarkt festlegen können und zugleich auf lohnende Sonderangebote aufmerksam machen.

Wie funktionieren Navi-Apps für Gebäude überhaupt?

Navi-Apps für Gebäude können im Gegensatz zu ihren Pendants für im Freien nicht auf GPS-Signale zugreifen. Dafür stehen aber andere Wege zur Ortsbestimmung zur Verfügung. So nutzt zum Beispiel die Awiloc-App die Feldstärkenverteilung vorherrschender WLAN-Netze, um Ihren aktuellen Standort zu bestimmen, wohingegen die sogenannte Beacon-Technologie von Apple auf dem neuen Bluetooth-Low-Energy-Standard BLE basiert. Zudem arbeiten Forscher in den USA an einer Technologie namens SoundLoc, die ähnlich wie eine Fledermaus Echolot für die Lokalisierung nutzt. Das Problem ist nur, dass all diese Technologien für sich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch zu ungenau sind, um wirklich praxistauglich zu sein, weshalb Experten davon ausgehen, dass bei den finalen Navi-Apps für Gebäude gleich mehrere Lokalisierungstechnologien zusammen zum Einsatz kommen werden.

Die Indoor-Navigation hat Potenzial

Bis die Indoor-Navigation das Potenzial, das sie zweifelsohne hat, vollends entfalten kann, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Immerhin gibt es noch genügend Probleme, die es zu beseitigen gilt. Wobei anzumerken ist, dass sich die besagten Probleme nicht alleine in Bezug auf die Entwicklung absolut zuverlässiger Lokalisierungstechnologien, sondern auch in Bezug auf die Festlegung allgemeingültiger Datenschutzbestimmungen zeigen.

Bild: Thinkstock, iStock, XiXinXing


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