Navigationsgeräte sind für sehr viele Autofahrer zur Selbstverständlichkeit geworden. Aber nicht nur Vierrad-Fahrer schätzen diesen Komfort – auch für Motorräder gibt es immer mehr gute und günstige Navis, die eine Tour mit dem Zweirad bequemer und sicherer machen.

Technische Voraussetzungen für ein Motorradnavi

Erstes Kriterium: Wetterfestigkeit und Robustheit. Da der Biker ja nicht inmitten einer regen- und winddichten Blechhülle sitzt, sondern im Freien, muss das Navi natürlich auch Outdoor-fest sein. Ein Maschinchen, das zwar schick aussieht, aber dessen technisches Innenleben nach dem ersten Regenguss mit dem Föhn getrocknet werden muss, taugt nichts – ganz davon abgesehen, dass es dann wahrscheinlich eh tot ist. Die Wasserdichtigkeit wird nach der so genannten IP-Schutzart angegeben – je höhe die Zahl (IPX0 bis IPX8), desto besser kann das Gerät eine Dusche vertragen. Kurioserweise werden dennoch mitunter Navigationsgeräte für Motorräder angeboten, die noch nicht einmal spritzwassergeschützt sind. Auch auf eine hohe Stabilität des Gehäuses sollte der Käufer achten – Insekten, die bei 140 Sachen in die Hülle einschlagen, sollten wie gewohnt daran zerplatzen. Und nicht mit ihrem Aufschlag das Navi killen. Hier kann schon ein kleiner Regenschauer ausreichen, um das Gerät zu schädigen. Auch die Befestigung muss den höheren Anforderungen genügen. Immerhin; Viele Navis für Motorräder bringen schon von Haus aus eine solide Halterung mit. Schließlich sollte auch ein günstiges Navi fest mit dem Motorrad verbunden sein.

Die Bedienung eines Motorrad-Navigationsgeräts

Zweites Kriterium: zweiradtaugliche Bedienung. Hier muss daran gedacht werden, dass man später auf einem Motorrad sitzt und in der Regel Handschuhe trägt. Mit solchen „dicken“ Fingern lassen schließlich nur sehr schlecht allzu kleine Elemente bedienen – Navis mit reiner Touchscreen-Bedienung auf dem kleinen Bildschirm scheiden eigentlich fast sofort aus. Apropos Bildschirm: Display mit glänzender Oberfläche reflektieren das Umgebungslicht und machen die Karte schwer ablesbar. Beim Kauf sollte man auch darauf achten. Zudem gibt es einige Komfortfaktoren, die man vor dem Kauf prüfen sollte: Lassen sich die Sprachansagen des Motorrad-Navigationsgerätes per Bluetooth in das Helm-Headset funken? Wie praxisgerecht ist die Verbindung mit der Stromversorgung am Bike? Und lassen sich die Touren nur am PC eingeben und dann auf das Navi übertragen? Wenn Sie also ein Navi für das Motorrad kaufen wollen, gibt es vorab viele Dinge zu klären.

Fotourheber: lassedesignen – Fotolia.com

Kommentare sind geschlossen.