NAVIGONselect_Android Handy Navigation ADAC TEst (Foto: Navigon)Auf den ersten Blick ist es schon erstaunlich: Die Handy-Navigation macht der konventionellen Navigation ganz schön zu schaffen. Im aktuellen ADAC Navi-Test konnte insbesondere der Navigon Mobile Navigator 7 mit dem iPhone 4 die Leistungen der herkömmlichen Routenplaner erreichen. Navigogo sagt, welche Handy-Navigation gut ist.

Das nennt man wohl Konversion: Um die Smartphones und die beliebten Apps beim Kunden noch beliebter zu machen, ist inzwischen fast jedes iPhone oder Android Phone voll mit Technik, die auch im normalen Auto-Navi enthalten ist: GPS-Sensor, Kreiselkompass, Online-Verbindung. Inzwischen hat es die Software laut ADAC-Navi-Test auch geschafft, genauso leistungsfähig die Routenplanung auf dem Smartphone darzustellen. Kleiner Unterschied: Der User sollte genau aufpassen, ob er für die Navigation und Verkehrsmeldungen extra Daten-Gebühren im Ausland bezahlen muss. Dann wird die Handy-Navigation ein teurer Spaß.

Platz 1: Navigon Mobile Navigator 7 auf dem iPhone 4

Worauf kommt es bei der Navigation an? Auf eine schnelle, gute Routenberechnung. Die bringt der Navigon MN 7. Auch die grafische Darstellung ist gut, und der Bildschirm des iPhone 4 ist sehr reaktionsschnell und so lassen sich alle Features gut abrufen. Leider muss man für 20 Euro noch die Verkehrsinfos abonnieren, die sich im Handy Navi Test des ADAC aber als nicht immer aktuell herausstellen. Wer diese Warnungen auch im Ausland haben will, muss auch noch Data-Roaming Gebühren bezahlen.

Platz 2: Tomtom Navigator 7 auf dem iPhone 4

Der Klassiker läuft auch auf dem iPhone prima: Besonders die vielen Verkehrsmeldungen auch für Nebenstrecken überzeugten die Tester. Dazu kommt ein ausgewachsener Fahrspurassistent und eine gute Bildschirmaufteilung, wobei die Karten allerdings etwas grob, so die ADAC-Tester, dargestellt werden. Auch sind die Stauwarnungen mit dem Tomtom Navigator 7 nicht immer aktuell.

Platz 3: Navigon MN 7 auf dem Samsung Galaxy Si9000 Android Smartphone

Für die Android-Version hat der Hersteller den Navigon Mobile Navigator 7 abgespeckt, deshalb reichts nur für die Note von 2,08. Außerdem stürzte die Software mehrmals ab, und es gibt keine offiziellen Stauwarnungen auf dem Android-Smartphone.

Platz 4: Der Falk Navigator auf dem iPhone 4

Schnell ist er – der Falk Navigator auf dem iphone. Denn die Routenberechnung ist wirklich Top und die Beste im Vergleich der Handy-Navigation. Dafür schwächelt es bei den Verkehrsinformationen, die für den ADAC nur befriedigend sind. Mit 70 Euro ist die App aber recht günstig.

Platz 5: Google Maps Navigation auf dem Samsung Galaxy S i9000 Android Smartphone

Sie ist umsonst, die Navigation mit Google Maps. Dafür hat diese Handy-Navigation für Android Smartphones aber auch Nachteile: Die Kartendaten werden per Daten aktuell aufs Handy geholt, und das kostet kräftig Gebühren oder saugt die Flatrate leer. Die Verkehrsmeldungen sind laut ADAC-Test nicht zuverlässig, und ein Spurassistent ist bei der Google Maps Navigation auch nicht vorhanden. So reichts für die Note von 2,5

Platz 6: Nokia Maps 3.0 auf dem Nokia E72 Smartphone

Auch die Handy-Navigation von Nokia ist gratis: Im Test reicht es aber nur für die Note von 2,7. Dabei saugt der Routenplaner den wenigsten Akkusaft aus dem Smartphone und glänzt bei der Fußgängernavigation, schwächelt aber im Auto: Kein Spurassistent, teilweiser langes Warten zum Satellitenkontakt und das zusätzliche Saugen von Daten für Stauwarnungen können im Ausland die Kosten in die Höhe treiben.

Platz 7: Skobbler auf dem iPhone 4

Hinter Skobbler verbirgt sich eine internet-gestützte Handy-Navigation, die fast nichts kostet. Der Nachteil neben den Roaming-Kosten: Das Kartenmaterial wird von Freiwilligen zusammengetragen und ist nicht immer überprüft. Stauwarnungen sind komplett Fehlanzeige, auch die Ankunftszeiten sind teilweise nicht richtig. Auch ein Spurassistent fehlt beim Skobbler, der deshalb mit der 2,9 den letzten Platz bei der Handy-Navigation belegt.

Fazit zum ADAC-Test der Handy Navigation

Qualität kostet. Das gilt insbesondere für die Handy-Navigation. Unter 90 Euro gibt es hier keine gute App für Vielfahrer, die auch vernünftige Stauwarnungen haben wollen. Ein festes konventionelles Navi mit einem Live Dienst ist ab 170 Euro zu haben. Und da sind die Roaming-Kosten im Ausland für ein Jahr mit drin…
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