Sicher, die Zeit, in der Millionen Deutsch ihre Wochenenden und Urlaube auf dem Zweirad verbringen, ist erst einmal vorbei: Bei Herbstlaub, Kälte und Frost sind nur noch die Härtesten auf dem Rad unterwegs. Aber Weihnachten naht, und wer nach einem passenden Geschenk für einen passionierten Biker sucht, der findet in diesem Jahr interessante Navigationssysteme, die speziell auf die Bedürfnisse von Radlern zugeschnitten sind.

Was müssen Fahrradnavis können?

Natürlich in erster Linie den richtigen Weg anzeigen. Dabei hört sich das einfacher an, als es ist, denn im Unterschied zu einem Auto-Navigationsgerät braucht ein Fahrradnavi erheblich mehr Daten. Denn der Radler braucht mehr Informationen als der Autofahrer – darunter die Straßeneigenschaften – von Asphalt bis Schotterstrecke – sowie die Steigungsniveaus der geplanten Touren. Die Erstellung solch ausführlichen Kartenmaterials ist aufwendig und kostet viel Zeit. Qualitativ gute Karten gibt es dementsprechend auch noch nicht flächendeckend. Immerhin: Für die meisten schönen Touren gibt es im Internet GPS-Tourenführer, häufig sogar kostenlos. Einige Anbieter haben sich darauf spezialisiert, vorliegende Streckendaten mit denen der Kfz-Navis zu verknüpfen – doch auch diese Daten sind nicht immer optimal. Hier ist also noch einiges an Entwicklungsarbeit nötig.

Erstes Gebot: Robustheit

Da es auf einer Radtour keine Schönwettergarantie gibt, muss ein Fahrradnavi natürlich wetter- und vor allem wasserfest sein. Die Wasserdichtigkeit lässt sich an der so genannten IP-Schutzart ablesen. Diese Norm besagt, wie gut geschützt ein Outdoor-Gerät vor Spritzwasser ist. Als Faustregel kann gelten: Je höher der IPX-Wert, desto dichter ist das Gerät. Mehr Infos über die IP-Schutzart lesen Sie hier.

Zurück geht’s nach dem Hänsel-und Gretel-Prinzip

Die Geräte von Falk und Xplova etwa haben sich in Tests dadurch ausgezeichnet, dass sie Hauptverkehrsstraßen besonders effektiv umfuhren – das kann wichtig sein bei Radtouren mit Kindern. Manche Geräte haben aber auch immer wieder Schwierigkeiten, dass aktuelle Wegenetz genau zu erkennen, so dass sie den Fahrer unter Umständen über Wiesen oder Friedhöfe, durch Sackgasse oder gegen eine Einbahnstraße führen. Mountainbiker könnten mitunter zugewachsene Schleichwege je nach Charakter als Ärgernis oder als Herausforderung interpretieren. Richtige Probleme macht die Navigation allerdings nie: Fährt man falsch, berechnet das Navigationssystem die Fahrradroute neu. Wer auf seiner Tour mehr die schöne Landschaft als den genauen Weg beachtet hat, wird die Track-Aufzeichnung schätzen: Das Gerät merkt sich den gefahrenen Weg und führt auf diesem auch zurück an den Ausgangsort. Besonders schöne Touren lassen sich so auch an Freunde weiterreichen.

Und wenn‘ s mit dem Rad nicht mehr weitergeht?

Dann muss man wohl die Bahn oder den Bus nehmen. Einige moderne Fahrradnavis – wie etwa die Falk-Ibex-Serie – haben die Fahrpläne von öffentlichen Verkehrsmitteln Bord: Sie zeigen an, wo die nächste Haltestelle ist und wann die Bahn/der Bus kommt – na, wenn das kein Service ist.

Bildquelle: Falk

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