Navigon 7310: das Navigationssystem Navigon 7310 hat eine realistische Kartendsarstellungm aber keine überragende Sprachsteuerung. Foto: Navigon.Das Navigon 7310 punktet mit besonders hübscher Kartendarstellung. Dabei muss man gar nicht auf das Gerät schauen. Denn dank Sprachsteuerung soll sich der Fahrer ganz auf den Verkehr konzentrieren können. Klar ist ja ohnehin: Den besten Blick auf die Wirklichkeit erhascht der Fahrer noch immer, indem er aus dem Fenster schaut und nicht auf das Navi. Das Navigon 7310 im NaviGogo-Test:

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Navigon 7310 – realistische Darstellung

Die virtuellen Nachbildungen der Außenwelt auf dem Navi-Bildschirm kommen der Realität immer näher, Schritt für Schritt. Damit einher geht allerdings auch ein Wachstum der zu bewältigenden Datenmassen – so hat das Navigon 7310, das zur neuesten Produktgeneration gehört, nun schon vier Gigabyte Speicher eingebaut. Was macht der Hersteller Navigon daraus? Zunächst mal eine sehr hübsche und übersichtliche Darstellung der Innenstädte – wenn man auch deutlich merkt, dass der Prozessor mit den dreidimensional abgebildeten Gebäudekonturen zunehmend Schwierigkeiten hat. Außerhalb der Städte wird die Landschaft mit ihren Höhenlinien abgebildet, man sieht also richtig, wie sich eine Straße durch die Berge schlängelt. Dazu gibt es aber auch eine noch ausgefeiltere Variante des Fahrspurassistenten („Pro“), der in den meisten Fällen richtig vorhersagt, welche Fahrspuren man zum Abbiegen in die gewünschte Richtung benutzen kann. Gerade in unbekannten Städten mit viel Verkehr ein nützliches Feature.

Weniger Nutzen zeigte im Navi Test die My-Routes-Funktion. Womöglich muss man damit auch erst ein paar Monate unterwegs sein – neue Erkenntnisse dazu liefern wir dann hier nach. Der Gedanke dahinter ist jedenfalls, dass sich das Navigon 7310 mit der Zeit an den individuellen Stil des Fahrers gewöhnt. In Folge soll es ihm dann darauf zugeschnittene Routen anbieten, die außerdem noch tageszeit- und wochentags-optimiert sind. Das Paket ist offenbar eine Mischung aus Features, wie sie schon Falk und TomTom anbieten – in dieser Kombination allerdings tatsächlich neu.

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Sprachsteuerung im Navigon 7310

Die Sprachsteuerung ist Glückssache. Erwischt man einen eindeutig klingenden Ortsnamen (Berlin, München oder Hamburg wurden zum Beispiel sofort erkannt), dann scheitert man vielleicht an der Straße. Erkennt das Navi den Ortsnamen nicht, findet es dafür vielleicht die richtige Straße. In jedem Fall muss man einen Korrekturprozess durchlaufen, der aus vielen „Ja“ und „Nein“ besteht – in der gleichen Zeit hätte man die Zieladresse auch eingetippt. Wenigstens kann man während des Prozesses durchweg die Straße im Blick behalten. Es sei denn, die Zieladresse ist nicht eindeutig: eine Friedrichstraße 7 bietet das Gerät zum Beispiel in drei Berliner Ortsteilen an. Aber an dieser Stelle ist dann keine Sprachwahl mehr möglich – das Navi sagt nicht einmal laut, dass man sich nun zwischen drei Optionen entscheiden muss.

Schnelle Berechung der Routen

Die Routen selbst berechnet das Navigon 7310 schnell, es findet auch seine eigene Position in annehmbarer Zeit. Praktisch ist, dass sich neben der Adresseingabe ein Parkplatz-Schild findet. Denn mal ehrlich: Wer etwa mit dem Auto in die Oper fährt, will ja meist gar nicht wirklich auf der Bühne vorfahren, sondern möchte eigentlich das nächstgelegene Parkhaus ansteuern. Genau dahin führt ein Fingerzeig auf das P-Symbol. Gewisse Befürchtungen hatten die Tester ja, wozu so ein Fingerzeig noch führen könnte – angesichts des verspiegelten Bildschirms. Diese Angst ist unnötig, das Navigon 7310 bleibt auch nach dem Anfassen noch recht sauber. Allerdings lassen sich auf dem Spiegel-Display unschöne Reflexe nicht vermeiden.

Navigon

Fazit des NaviGoGo Tests: Das Navigon 7310 zeigt eine der schönsten Kartendarstellungen dieser Produktkategorie, dafür muss man mit einer etwas ruckelnden Abbildung leben. Auf unnötige Multimedia-Features verzichtet der Hersteller. Die Sprachsteuerung kann im Test noch nicht überzeugen.

Technische Daten des Navigon 7310

  • Bildschirm: 4,3 Zoll, 480 x 272 Punkte
  • Speicher: 4 Gigabyte
  • Verkehrsdienste: TMC
  • Kartenmaterial: Europa (Navteq)
  • MP3-Player: Nein
  • Bildbetrachter: Nein
  • Spiele: Nein
  • Wecker: Nein
  • Rechner: Nein
  • Reiseführer: Nein
  • Bluetooth: Ja
  • Sprachsteuerung: Ja
  • Fernbedienung: Nein
  • FM-Sender: Nein
  • Akku: Nicht wechselbar, rund zwei Stunden Laufzeit
  • Speicherkarten: MicroSD
  • Maße: 116 x 75 x 19 Millimeter
  • Gewicht: 180 Gramm
  • Preis: ca. 350 Euro

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